Der Kölner Investmentmarkt - 1. Halbjahr 2022

Kölner Investmentmarkt: Wenn nach einem Q1-Rekordquartal die gesamte Investmentbranche erstmal die Pause-Taste drückt.

Nachdem der Jahresstart mit einem Transaktionsvolumen von rund 762 Mio. € im 1. Quartal 2022 (1. Quartal 2021 – 235 Millionen €) dem Kölner Investmentmarkt einen neuen Rekord bescherte, erfolgte die Ernüchterung ohne lange Anlaufphase. 

Im 2. Quartal 2022 konnten lediglich eine Handvoll Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von nur 65 Mio. € verzeichnet werden. Die größte Transaktion konnte mit dem Verkauf des Hopper Hotels in der Kölner Altstadt Süd erzielt werden. Betrachtet man lediglich das Quartal, so ist damit ein noch nie dagewesener Tiefpunkt erreicht. Aufgrund des überdurchschnittlichen Abschneidens in den ersten drei Monaten ist das Halbjahresergebnis dennoch als gut zu bezeichnen. Mit einem Transaktionsvolumen von 827 Mio. € bewegt sich das Halbjahr auf Vorjahresniveau (1. HJ 2021: 831 Mio. €).

Nach einer über zweijähriger Pandemiephase sehnten wir uns alle nach unserem „alten Normal“. Die Pandemie hat Ihre Spuren hinterlassen und wird dies auch weiterhin tun. Eine bislang ungebrochen hohe Nachfrage an Immobilieninvestments in Deutschland schien nicht enden zu wollen. Die Branche hat sich an das komfortable Zinsumfeld gewöhnt und alle waren aufeinander eingespielt.

Im März 2022 herrschte noch eine ausgelassene Stimmung auf der MIPIM. Das Kriegsgeschehen in der Ukraine hatte bereits begonnen, aber alle hatten die Hoffnung und den Wunsch eines kurzen Verlaufs für alle Beteiligten. Doch es kam alles anders. Der Krieg tobt in unkontrollierten Verläufen, die menschlichen Schicksale sind nicht in Worte zu fassen und die Welt- und Energiewirtschaft wird von Russland in Geiselhaft genommen. Seit den Kampfhandlungen im Baltikum sind sämtliche Preise in die Höhe geschossen – allen voran die Energiekosten. Zu all dem kommen mangelnde Verfügbarkeiten und ein ungewisser Blick in die Zukunft.

Krisen hatten wir schon viele. Die Herausforderungen bei dieser Krise sind allerdings langanhaltender und auch themenübergreifender. Die Investmentbranche muss sich erstmal neu sortieren. Die gestiegenen Baukosten, mangelnde Verfügbarkeiten, hohe Grundstückspreise und die weiterhin steigenden Zinsen, lassen viele Investoren derzeit erstmal abwarten.“, sagt Markus Larbig, Geschäftsführer von Larbig & Mortag, und führt weiter aus: 

Gefühlt ist auf der Tanzfläche nicht nur die Musik aus und das Licht angegangen, sondern die ersten Gäste haben das Tanzparkett verlassen. Derzeit möchte keiner mehr so richtig das Tanzbein schwingen. Wir gehen allerdings davon aus, dass die Investoren sich nur frühzeitig in die Sommerpause verabschiedet haben und bald wieder aktiv werden.“ 

Wir zeigen uns dennoch zuversichtlich, dass zum Ende des 3. Quartals die meisten Investoren wieder den Blick geschärft haben, mutiger werden und das Transaktionsvolumen wieder Fahrt aufnehmen wird. Die Investmentaktivitäten werden dann auf neuem Niveau stattfinden. Die ersten Kaufpreisanpassungen konnten wir bereits erleben, nachdem manche Kaufprozesse vollständig gestoppt wurden.“ ergänzt Florian Langer, Abteilungsleiter der Investmentabteilung von Larbig & Mortag. 

Es werden dann sicherlich leisere Töne gespielt werden und das Tanzen gleicht dann vielleicht eher einem zaghaften Schunkeln. 

Bleiben Sie bitte zuversichtlich und denken Sie immer daran: „Et hät noch emmer joot jejange“. 

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