Nebenkostenreport 2022

von Denise Möller

von Denise Möller

Die Immobilienbranche hat mit zunehmenden Büronebenkosten zu kämpfen, denn die „zweite Miete“ wird für Büronutzer immer teurer. Faktoren wie Corona-Pandemie, Homeoffice und die steigenden Energiekosten tragen ihr übriges dazu bei. Aber wie können Nutzer die Büronebenkosten besser in den Griff bekommen oder sogar positiv beeinflussen?


Unter Mietnebenkosten verstehen wir im Allgemeinen die Kosten, die zusätzlich zur Miete durch die Nutzung einer Immobilie entstehen und im Mietvertrag klar definiert sind. Diese Nebenkosten entstehen durch unterschiedliche Faktoren wie Gas, Wasser, Strom, Versicherung und Wartungsarbeiten.

Um sich einen genauen Überblick der genannten Nebenkosten zu verschaffen, stellt die NEO jährlich relevante Kennzahlen für die Immobilienwirtschaft zur Verfügung. Hier liegt der Fokus auf der Analyse der Nebenkosten für Asset und Property Manager, sowie der Selbstnutzer. Die NEO hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle aus der Büronutzung

resultierenden Impacts zu definieren, zu erheben und zu bewerten und Antworten darauf zu geben, wie New-Work in Zukunft aussehen kann.

Seit Kurzem liegt nun die Ausgabe der NEO 2022 vor und liefert eine deutlich höhere Datenauswertung als der Vorgänger-Report. Mit 800 Gebäuden und 40 namenhaften Eigentümern und Dienstleistern aus Deutschland ergibt sich hier eine Bürofläche von umgerechnet 12 Millionen Quadratmetern und aufschlussreichen Kennzahlen im Bereich der Büronebenkosten.

Die Datenauswertung hat ergeben, dass bei älteren Bürogebäuden mit großzügigen Bürostrukturen der Flächenverbrauch eines jeweiligen Mitarbeiters rund 40% höher liegt. Die Betriebskosten liegen jedoch rund 30% niedriger als bei jüngeren Gebäuden, da sie über deutlich weniger technische Geräte verfügen. Das Ergebnis zeigt klar, dass ältere Bürogebäude nicht mehr zu den Gewinnern der niedrigen Kosten zählen und jüngere Gebäude trotz effizienterer Flächennutzung keineswegs günstiger sind.

Der aktuellen Auswertung können wir zudem entnehmen, dass trotz geringerer Auslastung der Mitarbeiter im Büro die Kosten dennoch hoch geblieben sind. Laut einer Statista Studie sind gerade einmal 45% der Mitarbeiter im Büro anwesend, während ein geringer Prozentsatz im Urlaub ist, krankheitsbedingt ausfällt oder aus dem Homeoffice arbeitet.

Gerade in der jetzigen Zeit ist Umdenken angesagt. Arbeitgeber sollten sich daher immer mehr mit modernen Büronutzungskonzepten wie Coworking, Share-Desk oder Homeoffice auseinandersetzen. Viele Unternehmen haben sich die neuen Arbeitsweisen, auch bekannt als New-Work, bereits auf die Fahne geschrieben und diese während der Corona Pandemie erfolgreich etabliert.

Gerade ältere Bestandsgebäude sind dazu angehalten, sich für neue und moderne Arbeitswelten fit zu machen.

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