Nachhaltigkeit bei Immobilien - Wie lässt dich der CO2-Ausstoß reduzieren?

von Laura Mangler

von Laura Mangler

Durch die Klimaerwärmung hat jedes Land konkrete Ziele und Richtlinien vereinbart, um die CO₂ - Emissionen zu senken. Deutschland möchte bis zum Jahr 2030 die Emissionen um 65% gegenüber 1990 senken.


Dies ist nicht so einfach, da durch die zunehmenden Wohn- und Geschäftsräume rund 30 % mehr Gebäudeflächen beheizt werden als vor 30 Jahren. Um den CO₂ – Ausstoß im Blick zu behalten ist der  CO₂ -Fußabdruck die derzeit gängigste Größe.

Der CO₂ -Fußabdruck ist die Gesamtheit einer Emissionskalkulation wobei gezeigt wird, wie viel Treibhausgase durch eine Aktivität, eine Handlung oder ein Prozess freigesetzt werden. Der europäische Durchschnitt liegt bei 8,5 Tonnen. Da hierbei nicht nur die CO₂ Emission beachtet werden, sondern Emissionen von insgesamt sieben Treibhausgasen, ist die verwendete Einheit CO₂ -Äquivalente (CO₂e).

Folgende Faktoren sind für den CO₂ -Fußabdruck verantwortlich:

  • Transport/ Mobilität: Zurückgelegte Distanzen für Freizeit, Beruf und Ferien.
  • Haushaltsenergie: Verbrauch von Energie und Strom. Wird stark vom Klima des Landes beeinflusst, wie stark die externen Temperaturen reguliert werden müssen. Außerdem beeinflusst die Wohnfläche, Wärmerzeuger, Zustand der Gebäudehülle sowie der Stromverbrauch für Belichtung und Elektrogerät die Haushaltsenergie.
  • Konsum: Meint den Ursprung von Konsumgütern und der damit verbundene Transport von Gütern sowie das Recycling. Je globalisierter und vernetzter ein Land ist, desto mehr Wirtschaftsbeziehungen bestehen in diesem Land. Folge davon sind mehr Konsumgüter die importiert und exportiert werden, womit der CO₂ -Fußabdruck immer mehr steigt.
  • Ernährung: Essgewohnheiten und die Herkunft der Produkte. Somit sind lokale und vegetarische Produkte ökologischer und senken die CO₂ - Emissionen

Einer der Hauptgründe für eine hohe CO₂ Emission sind Immobilien. Um genau dies zu vermeiden, kann man unterschiedliche Dinge bei seiner Immobilie beachten:

  • Der Wärmeerzeuger: Der Unterschied liegt darin, ob ein fossiler (z.B. Öl, Gas) oder regenerativer (z.B. Wärmepumpe, Solar- oder Windenergie) Energieträger verwendet wird. Ölheizungen belasten die Umwelt siebenmal mehr als eine Wärmepumpe. Photovoltaikanlagen verursachen während Ihrer Nutzungsphase keine Emissionen und sind somit ökologisch sinnvoller als fossile Energieträger.
  • Die Beleuchtung: Der Umstieg auf LED-Lampen würde den Stromverbrauch senken, da reguläre Glühbirnen ein Großteil der Energie nicht in Licht, sondern in Wärme umwandeln.
  • Die Gebäudekategorie: Mehrfamilienhäuser und Geschäftshäuser sind ökologisch betrachtet sinnvoller, da sie weniger Wärme pro Energiebezugsfläche verlieren. In Einfamilienhäusern wird die vorhandene Fläche von weniger Personen genutzt als bei Mehrfamilienhäusern, wodurch Personen in Einfamilienhäusern einen höheren CO₂ -Fußabdruck vorweisen.
  • Die Gebäudehülle: Über eine alte, schlecht isolierte Gebäudehülle geht viel Energie beim Heizen verloren. Je schlechter das Gebäude isoliert ist, desto höher werden die Emissionen. Oft reicht schon eine Sanierung aus, damit aus einem älteren Gebäude eine nachhaltige Immobilie wird. Unabhängig davon ist jede Wiederverwendung von bestehenden Gebäudeteilen (z.B. Rohbau) ökologisch sinnvoller als ein Abriss und neuer Wiederaufbau.

Von einer Sanierung profitiert nicht nur unsere Umwelt, sondern auch der Mieter sowie der Eigentümer. Eine Sanierung spart dem Mieter Heizkosten und der Eigentümer profitiert darin, dass sie durch eine nachhaltige Immobilie die Rendite sowie die Verkaufs-/ Mietpreise steigern. Die daraus entstehende Energiegesamtbilanz und damit auch der CO₂ -Fußabdruck wird gesenkt und kommt der Umwelt zu Gute. Durch gezielte Beratung lassen sich die Punkte identifizieren und anschließend umsetzen – immer den langfristigen Werterhalt und Vermarktbarkeit im Blick.

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