Arbeitsschutzmaßnahmen gegen Sars-CoV-2

von Enes Cirkin

von Enes Cirkin

Während der Corona-Pandemie arbeiten viele Menschen immer noch im Homeoffice oder in Kurzarbeit. Auch wenn die Home-Office-Lösung derzeit den besten Schutz vor Infektionen in der Arbeitsumgebung bietet, ist noch Zeit, um vollständig zum normalen Arbeitsplatz, wie vor der Pandemie zurückzukehren.


Die Infektionsschutzstandards eines Unternehmens müssen so lange die Pandemie läuft sicherstellen, dass Mitarbeiter angemessen vor dem Infektionsrisiko geschützt werden können. Die Bundesregierung hat einheitliche Standards verabschiedet, um eine Infektion des neuen Coronavirus bei der Arbeit zu minimieren: Der SARS CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) hat den Grundstein für eine sichere Rückkehr zur Arbeit während der Pandemie gelegt.

Abstand Halten

Am Arbeitsplatz muss die Abstandsregel (1,5 m) eingehalten werden und Unternehmen müssen dafür sorgen, dass die Einhaltung des Abstands möglich ist. Wenn nötig, können Mitarbeiter in Schichtteams (Home-Office/Office) eingeteilt werden, sodass nie alle Mitarbeiter zur gleichen Zeit im Büro anwesend sind. In Unternehmen können z. B. ordnungsgemäße Markierungen, Barrieren oder Einreisebestimmungen dazu beitragen, dass die Mitarbeiter einen sicheren Abstand einhalten können. Ebenso sollte die Personenanzahl z. B. in Aufenthalts- oder Pausenräumen eingegrenzt werden, damit auch in engen Räumen ausreichend Abstand gehalten werden kann.

Hygieneregeln beachten

Arbeitgeber müssen Waschgelegenheiten bereitstellen, damit die Arbeitnehmer ihre Hände regelmäßig waschen können. Dies schließt auch Desinfektionsmittelspender ein. Das Reinigungsintervall von Gemeinschaftsräumen, Arbeitsgeräten oder anderen Kontaktflächen ist grundsätzlich kürzer, damit die Infektionsbekämpfung verbessert wird. Auch die geltenden Hygienevorschriften, wie Niesen und Husten in gebeugten Armen oder in Geweben sollten beachtet werden.

Direkte Kontakte Einschränken

Der am wenigsten direkte Kontakt mit anderen ist eine der effektivsten Möglichkeiten, sich vor Infektionen zu schützen. Im Rahmen eines (Home-Office)-Schichtplans kann der Kontakt zwischen Mitarbeitern reduziert werden: Mit Hilfe von Schichtwechseln, Pausen oder Bürostatusprüfungen kann bei Bedarf umstrukturiert und der direkte Kontakt vermieden werden. Eine gute Lösung, um direkte Kontakte zu verhindern, bleiben weiterhin virtuelle, digitale Online-Meetings.

Mund und Nase bedecken

Manchmal kann ein persönlicher Kontakt nicht vermieden werden. Dies ist besonders für Unternehmen geeignet, die Teamarbeit auf hohem Niveau oder eine umfassende Interaktion mit Kunden und Dienstleistern benötigen. Hierbei ist es besonders wichtig, Mund und Nase zu schützen, da dies das Risiko einer Tröpfcheninfektion deutlich verringern kann.

Räume oft lüften

Die Forschung geht davon aus, dass das Coronavirus u. a. über Aerosole übertragen werden kann, welche bereits bei Gesprächen mit der Aussprache freigesetzt werden können - besonders aber beim lauten Gesang oder Lachen. Aerosole verweilen lange in der Luft, weshalb häufiges Lüften in Büroräumen eine gute Möglichkeit ist, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Räume, in welchen sich mehrere Personen gleichzeitig über einen längeren Zeitraum aufhalten, sollten daher regelmäßig belüftet werden.

Niemals krank zur Arbeit

Folgendes gilt nicht nur während der Coronavirus-Pandemie: Wenn Sie krank sind, sollten Sie zu Hause bleiben. Jeder, der bei der Arbeit Krankheitssymptome aufzeigt, setzt seine Kollegen einem Infektionsrisiko aus. Menschen mit Symptomen einer Coronavirus-Infektion sollten den Arbeitsplatz nicht einmal betreten oder bei Auftreten von Symptomen sofort verlassen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem neuen Coronavirus infiziert haben, rufen Sie bitte 116 117 an und wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt beim medizinischen Anrufdienst oder im Gesundheitsamt.

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